Die Halacha: Recht als Wegbereiter religiöser Praxis im Judentum

 

Der christliche Blick auf das Judentum war lange Zeit und ist zum Teil auch heute noch geprägt von einem Bewusstsein der Gegensätze: hier Religion der innerlichen Gläubigkeit – dort Religion des äußerlichen Gesetzesgehorsams; hier Religion der Liebe, des Verzeihens, der Gnade – dort Religion der Strafe für Gesetzesübertretungen; hier Erlösung ‚Allein durch den Glauben‘- dort ‚Werkgerechtigkeit‘. Diese Gegenüberstellung enthält ein verzerrtes Bild des jüdischen Rechts und der religiösen Praxis. Der Vortrag will eine moderne Binnensicht auf die Halacha (jüdische Gesetze und religiösen Vorschriften in ihrer Gesamtheit) präsentieren. Zur Sprache kommen die Grundzüge der Halacha und ihre Wirkungsweise in der jüdischen Praxis in Vergangenheit und Gegenwart. Es wird sich zeigen, auf welche Weise ein Leben nach den Geboten mit Innerlichkeit und Freude verbunden ist und welchen religiösen Sinn die Halacha im Judentum hat.
Alisa Bach, MA Jüdische Theologie, ist Mitglied der Liberalen Jüdischen Gemeinde Hannover K.d.ö.R. und sie leitet die öffentliche Jüdische Bibliothek Hannover.


Zeit:

Dienstag, 13. Februar 2024, 19.00 Uhr

Ort:

Celler Synagoge, Im Kreise 24

Referentin:

Alisa Bach M.A., Judaistin, Hannover

Veranstalter:

Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Celle e.V.