April 2022

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Mendel Kabakov und das Jahr des Affen

 Lesung mit Steven Bloom aus seinem Buch

1968, nach dem chinesischen Kalender im Jahr des Affen, trauert Mendel Kabakov, ein in New York lebender jüdischer Professor für amerikanische Geschichte, um seine vor kur-zem verstorbene Frau Sonia, mit der er fast 50 Jahre zusammenlebte. In seinen Erinnerungen spürt er der Liebe zur blinden Sonia und seinem eigenen Leben nach. Der Roman erzählt aber nicht nur von dieser Liebe, sondern auch von den persönlichen und familiären Krisen der Kinder und Enkel Mendel Kabakovs. Gerade für die junge Generation ist das Jahr 1968 eine Zeit des Aufbruchs, der Auflehnung gegen den Vietnamkrieg und gegen gesellschaftliche Zustände, in der Diskriminierungen – sei es von Schwarzen, Juden oder Homosexuellen – an der Tagesordnung sind. Dabei meistert Mendel die Schwierigkeiten und Herausforderungen dieser Zeit mit Witz und Ironie. Steven Bloom erzählt in einem leichtfüßigen und zarten Ton von den großen Themen Liebe und Familie, die er vor den Hintergrund der umwälzenden politischen und gesellschaftlichen Ereignisse des vergangenen Jahrhunderts setzt.

Steven Bloom wurde 1942 als Sohn eines polnischen Juden in Brooklyn (New York) geboren. Er arbeitete in den USA einige Jahre als Rundfunkjournalist für das National Public Radio. In dieser Funktion interviewte er u.a. bekannte Autorinnen und Autoren. Heute arbeitet Bloom als Dozent für amerikanische Landeskunde am anglistischen Seminar der Universität Heidelberg.