6. Juli 2022

Neu im Programm

 

Empfänger (Adressat) unbekannt

Eine Lesung mit Dieter und Jochen Hufschmidt

1938 veröffentlichtet Kathrine Kressmann Taylor den Briefroman mit dem Titel „Adressat unbekannt“, der über 60 Jahre später auch zum Bestseller in Frankreich und Deutschland wurde.
Der Deutsche Martin Schulse und der amerikanische Jude Max Eisenstein betreiben in den USA eine gut gehende Kunstgalerie. 1932 entscheidet sich Schulse, mit seiner Familie nach Deutschland zurückzukehren. Einstein führt die gemeinsame Galerie in San Francisco weiter. Die beiden Männer bleiben in Kontakt und tauschen sich in ihren Briefen über Berufliches und Privates aus. Zunächst scheint die Freundschaft nicht unter der räumlichen Trennung zu leiden. Doch Schulse, der die politischen Entwicklungen in Deutschland anfangs noch kritisch betrachtete, entwickelt sich nach und nach zum bekennenden Nationalsozialisten.
Elke Heidenreich resümiert in ihrem Nachwort: „Ich habe nie auf weniger Seiten ein größeres Drama gelesen. Die Geschichte ist meisterhaft, sie ist mit unübertrefflicher Spannung gebaut, in irritierender Kürze, kein Wort zu viel, keines fehlt…“
Zu den Vorlesenden:
Jochen Hufschmidt ist Studiendirektor i. R., hat Germanistik und Theologie studiert und am Gymnasium in Köln Schultheater und Literaturprojekte gestaltet. In der Altmark tritt er gelegentlich als Vorleser auf.
Dieter Hufschmidt ist ein deutscher Schauspieler, Theaterregisseur, Hörspielsprecher und Rezitator. Er ist seit 1955 am Theater tätig. Von 1969 bis 2006 war er ein festes Ensemblemitglied am Schauspiel Hannover.

Zeit:

Mittwoch, 06. Juli 2022, 19:00 Uhr

Ort:

Celler Synagoge Im Kreise 24