Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Celle e.V. 
 

November 2021


Mitgliederversammlung der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Celle e.V.

In der diesjährigen Mitgliederversammlung wird der Vorstand der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Celle e.V. neu gewählt. Wir würden uns über ein großes Interesse freuen.

Zeit:

Donnerstag, 4. November 2021, 19:00 Uhr

Ort:

Ev.-ref. Kirche, Hannoversche Straße 61

Im Anschluss an die Mitgliederversammlung laden wir ein zu einem kleinen Konzert mit Elena Kondraschowa und Stella Perevalova, Hannover und Umtrunk.

Es gilt gemäß der Coronaverordnung des Landkreises Celle die 3-G-Regel mit Nachweisen.

 

Gedenken an die Pogromnacht

Am 9. November 2021 jährt sich zum 83. Mal die Pogromnacht von 1938. In dieser Nacht brannten in Deutschland 1.400 Synagogen, Gebetsräume und jüdische Versammlungsstätten. Mehrere tausend Geschäfte, Wohnungen und jüdische Friedhöfe wurden zerstört oder geschändet. 400 Juden wurden in dieser Nacht ermordet und in den folgenden Tagen 30.000 Juden in Konzentrationslager verschleppt. Dieser Pogrom war der Übergang von der Diskriminierung und Ausgrenzung der jüdischen Bevölkerung zur systematischen Verfolgung und führte unmittelbar zur Shoa und zur Ermordung von sechs Millionen Juden.

Im Anschluss an den Gottesdienst mit Superintendentin Dr. Andrea Burgk-Lempart und Pastor Dirk Wagner verlesen Schüler und Schülerinnen auf dem Weg zur Synagoge an einigen Stolpersteinen die Biografien der Opfer.

Zeit:

Dienstag, 9. November 2021, 17:00 Uhr

Ort:

Stadtkirche St. Marien Celle


Mord im Krankenhaus

Der Celler Journalist Andreas Babel berichtet am Donnerstag, 25. November 2021, in der Celler Synagoge über den „Kindermord im Krankenhaus“. Im Hamburger Kinderkrankenhaus Rothenburgsort begann die spätere Chefärztin der Celler AKH-Kinderklinik, Dr. Helene Darges-Sonnemann, in den 1930er Jahren ihre Karriere. Dabei war sie ab 1940 aktiv an dem NS-Mordprogramm an behinderten Kindern beteiligt. Später, in Celle, empfahl sie Müttern behinderter Kinder, diese sterben zu lassen, obwohl sie noch lange gut zu leben hatten. Der Buchautor hat für die dritte, erheblich erweiterte Auflage seines Buches „Kindermord im Krankenhaus“ jetzt den Lebensspuren des gesamten ärztlichen Personals nachgespürt und dabei weitere interessante Karrieren, auch von NS-Gegnern, nachgezeichnet. Er würdigt mit seinem Vortrag die NS-Opfer und gibt einigen von ihnen ihr Gesicht wieder. Außerdem berichtet Babel von den Formen des Gedenkens, die sich in der Hansestadt in jüngster Zeit entwickelt haben.

Zeit:

Donnerstag, 25. November 2021, 19:00 Uhr

Ort:

Celler Synagoge Im Kreise 24

Referent:


Andreas Babel, Winsen/Aller