September 2022

Der Rabbiner ohne Schuh
Kuriositäten aus meinem fast koscheren Leben

Lesung mit Barbara Bišycký -Ehrlich

Der beste Frisör der Welt, Rinderzunge zum Frühstück, ein Rabbiner ohne Schuhe und über allem die Frage, was Karel Gott auf ihrer Hochzeit zu suchen hatte – Barbara Bišycký-Ehrlich erzählt vom ganz „normalen“ Alltag einer jüdischen Familie in Deutschland. Enge, meist schon zu enge Familienbande spielen darin ebenso eine wichtige Rolle wie die ewige Frage, ob der Kühlschrank auch wirklich voll genug ist. Augenzwinkernde Geschichten mit einer gehörigen Portion Selbstironie für Menschen, die endlich einmal wissen wollen, wie das so ist – als Jüdin in Deutschland ...

1974 geboren wuchs Barbara Bišický-Ehrlich als Kind tschechischer Emigranten in Frankfurt am Main auf. Nach ihrem Studium der Theaterregie und Dramaturgie in Prag absolvierte sie ein Redaktionsvolontariat beim Südwestrundfunk, arbeitete für Frank Farian und in einer PR-Agentur. Heute arbeitet sie selbstständig als Werbe- und Synchronsprecherin und leitet Kinder-Theatergruppen in der Jüdischen Gemeinde Frankfurt. Ihre autobiografische Familienchronik „Sag’, dass es dir gut geht“, ihr Debut als Autorin, erschien im Februar 2018 im Größenwahn Verlag. Sie lebt mit ihren drei Kindern in Frankfurt.

Ort:

Synagoge Celle, Im Kreise 24

Zeit:

Donnerstag, den 22. September 2022, 19.00 Uhr

Referentin:

Barbara Bišycký -Ehrlich, Frankfurt a. M.

Veranstalter:

Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Celle e. V.


Truus Kinder

Die Niederländerin Truus Wijsmuller (1896–1978) rettete vor und während des Zweiten Weltkriegs mehr als 10.000 Menschen, hauptsächlich jüdische Kinder. Zu den geretteten Kindern, die heute zwischen 85 und 98 Jahre alt sind, gehört auch der 1924 in Celle geborene Kurt Roberg.

Pamela Sturhooft und Jessica von Tijn haben über Truus Wijsmuller und ihre Rettungsaktionen den Dokumentarflm „Truus‘ Children“ gedreht. In den Monaten nach der Premiere des Films kamen die Filmemacher in Kontakt mit zwei weiteren „Kindern von Truus“, die ihr Überleben dem Mut und Einfallsreichtum von Truus Wijsmuller verdanken. Einer von ihnen ist der in Celle geborene Kurt Roberg, der 1939 in die Niederlande zu seinem Onkel füchtete. Dieser hatte einen zufälligen Kontakt mit Joop Wijsmuller, Ehemann von Truus. Und so entkam Kurt Roberg 1941 mit 12 weiteren Kindern aus dem besetzten Europa.
Anfang dieses Jahres entstand dank der Unterstützung der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Celle und der Stadt Celle ein Filminterview, in dem Kurt Roberg seine Fluchtgeschichte darstellt. Diese besondere Geschichte wird bald auch Teil des Truus-Wijsmuller-Archivs sein, an dem die Filmemacher in Zusammenarbeit mit dem Jüdischen Museum Amsterdam arbeiten. Pamela Sturhooft und Jessica von Tijn sind stolz, Ihnen an diesem Abend in Celle den ersten Teil des Interviews mit Kurt Roberg zu zeigen und über ihre wichtige Erinnerungsarbeit zu sprechen.

Ort:

kino achteinhalb, Hannoversche Straße 30 F

Zeit:

Donnerstag, den 29. September 2022, 19.00 Uhr

Referentin:

Pamela Sturhoofd, Amsterdam

Veranstalter:

Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Celle e. V.

Gefördert durch: