Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit
Celle 


Veranstaltungsreihe des Celler Netzwerkes gegen Antisemitismus

Programm:             VHSFlyer2020_3web.pdf                   


Aktion Sühnezeichen Friedensdienste


„Wir Deutschen“, heißt es 1958 im Gründungsaufruf der Aktion Sühnezeichen, „haben den Zweiten Weltkrieg begonnen und damit mehr als andere unmeßbares Leiden der Menschheit verschuldet. Deutsche haben in frevlerischem Aufstand gegen Gott Millionen Juden umgebracht.

Wer von uns Überlebenden das nicht gewollt hat, hat nicht genug getan, es zu verhindern.“

In der Überzeugung, dass der erste Schritt zur Versöhnung von der Seite der Täter und ihrer Nachkommen zu gehen sei, baten die Sühnezeichen­Gründer „die Völker, die von uns Gewalt erlitten haben, daß sie uns erlauben, mit unseren Händen und mit unseren Mitteln in ihrem Land etwas Gutes zu tun“ – zeichenhaft, als Bitte um Vergebung und Frieden.

Von evangelischen Christen ins Leben gerufen, verstand sich Aktion Sühnezeichen von Anfang an als ökumenisch und weltanschaulich offen. Wer sich dem Gründungsaufruf verpflichtet fühlt, ist zur Mitarbeit eingeladen. In dieser Veranstaltung wird die aktuelle Arbeit von Aktion Sühnezeichen Friedensdienste vorgestellt.

 

Ort:

Synagoge Celle, Im Kreise 24

Zeit:

Donnerstag, 27. Februar 2020, 19.00 Uhr

Referentinnen:

Dr. Dagmar Pruin, Programmdirektorin Aktion Sühnezeichen und die Studentin Carmen Stamm (ehem. Freiwillige)

Veranstalter:

Gesellschaft für Christlich­jüdische Zusammenarbeit Celle e.V. in Zusammenarbeit mit dem Stadtarchiv Celle

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„... und Eva pflückt den Apfel ab“


Das Trio um die Schauspielerin und Sängerin Dorothea Baltzer mit Hanno Botsch an Klavier und Geige und Andres Buchholz am Kontrabass und Akkordeon nimmt Sie mit auf eine musikalisch­poetische Zeitreise. Der Abend beleuchtet die Rolle der Frau in der jüdischen Kultur auf ungewohnte Weise. Voll lyrischer Schönheit und jüdischem Witz, anregend und besinnlich zugleich, erzählt er die Geschichte mutiger jüdischer Frauen, die mit Eva und dem Apfelbaum begann.


Das Gedicht „Eva und der Apfelbaum“ gab diesem Konzert den Namen. Es stammt von Itzig Manger, der auch als Prinz der jiddischen Ballade bezeichnet wird. Das jiddische Lied „Still, die Nacht ist voller Sterne“ erzählt die Geschichte einer Partisanin aus dem litauischen Ghetto Wilna. Das Lied aus dem Jahr 1942 wurde zur Hymne jüdischer Widerstandskämpfer.


Auch „Das Mädchen vom Wald“, ein Gedicht von Abraham Suzkever, handelt von Partisaninnen. Daneben werden auch sehr poetische Lieder vorgetragen, wie das Wiegenlied „Dremlen Feigl“ (Es träumen die Vögel) oder „Sheyn vi die levoneh“ (Schön wie der Mond) von L. Rudnitzki.


Ort:

Synagoge Celle, Im Kreise 24

Zeit:

Samstag, 07. März 2020, 19.00 Uhr


Eintritt:

10,00 Euro, ermäßigt 8,00 Euro, Kinder frei


Mitwirkende:

Dorothea Baltzer, Hanno Botsch,   Andres Buchholz, Stuttgart
 

Veranstalter:

Stadtarchiv Celle in Kooperation mit der Gesellschaft für Christlich­Jüdische Zusammenarbeit Celle e.V.

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Ungesühnt. – Verschwiegen. – Ein Heimatbild.



eine Installation von Peter Barth

Vor 75 Jahren, am 8. April 1945, wurde bei einem Bombenangriff auf die Bahnanlagen beim Celler Güterbahnhof ein Transportzug mit KZ­Häftlingen getroffen, der auf dem Weg in das Konzentrationslager BergenBelsen war.

Ein Teil der Überlebenden konnte sich aus den Waggons befreien und fliehen, verfolgt von Angehörigen der SS, der Wehrmacht, der Polizei und Celler Zivilisten. Diese ermordeten 170 der Fliehenden. Die In stallation von Peter Barth erinnert an das Celler Massaker vom April 1945.


Mit 170 fiktiven Porträts versucht der Künstler, die Ermordeten aus dem Fluss des Vergessens herauszuholen und ihnen ein Gesicht zu geben – auch wenn ihr tatsächliches Aussehen nicht wiederzugeben ist.

 

Ort:

Synagoge Celle, Im Kreise 24


Laufzeit:

14. Februar bis 03. Mai 2020

 

Veranstalter: 

Stadtarchiv Celle in Kooperation mit der  Gesellschaft für Christlich­Jüdische Zusammenarbeit Celle e.V.

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